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Barf Seminar mit Swanie Simon

Barf Seminar mit Swanie Simon

Das Seminar bei Swanie Simon hat meine Einstellung zum Thema „Barf für Hunde“ wieder mal zu 100% bestätigt. Eine artgerechte Fütterung ist zum einen wirklich leicht und zum anderen ist es keine Wissenschaft. Es ist nichts anderes als einfach nur Hunde füttern und keine Religion.

Klar, dass diese Art der Fütterung immer kontrovers diskutiert werden wird. Dafür sorgen schon die millionenschweren Aufwendungen für Werbung der Futtermittelindustrie die dem Verbraucher erklären dass Gesundheit aus Tüte oder Dose kommt. Mit was und wie da geworben wird ist wirklich sensationell. Der Industrie sind da keine blumigen Wortschöpfungen („Pastete mit Wild“, „Schlemmertopf“, Herzhafte Bissen“, Delikat mit Aloe Vera“ etc.) und nett anzusehende Label auf der Packung zu fremd. Nicht zuletzt treiben dann auch noch namhafte  Prüfinstitute die Sau der Angst einer falschen Ernährung durch´s Dorf und bestätigen die Wertigkeit von Fertigfuttern für Hund und Katz in diversen Tests teilweise sogar mit „Sehr gut“. Kann man den Herstellern böse sein wenn sie mit minimalem Aufwand maximalen Gewinn erzielen wollen? Nein, das kann man nicht, denn es ist das legitime Recht jedes Unternehmens. Und so lange davon nachweislich kein Tier Schaden nimmt muss man das einfach mal so stehen lassen und darf nichts Gegenteiliges behaupten. Jetzt sind wir aber doch alle, jedenfalls die meisten von uns, insofern aufgeklärt und wissen, dass wir uns selber mit ausschließlich denaturierten Lebensmitteln und dazu geschütteten isolierten Vitamin- und Mineralstoffpülverchen auf Dauer nicht ernähren können oder sollten. Warum versagt dieses Wissen dann wenn es um die Fütterung unserer Lieblinge geht?

Beim BARFen geht es wirklich nicht darum ein Futter und deren Bestandteile nur in Gramm, Milligramm oder gar Mikrogramm aufzuteilen und dessen Bestandteile nachzurechnen. Die teilweise missionierende und militante Barfergemeinde hat es sich leider selber zuzuschreiben dass dadurch viele Hundebesitzer verunsichert sind und lieber auf eine eigene Futterzubereitung verzichten weil sie Angst haben etwas falsch zu machen. Wir müssen keine Angst davor haben etwas falsch zu machen. Wurden wir von unseren Eltern nach einem Ernährungsplan bekocht und haben wir das etwa bei unseren eigenen Kindern getan? Wahrscheinlich nicht.

Wenn meine Recherchen richtig sind wurde der erste Hundeknochen 1914 fabrikmäßig hergestellt und das erste so fabrizierte Nassfutter stammt aus dem Jahre 1948. Extrudiertes Hundefutter kam erst 1956 auf den Markt was unter anderem wohl der Aufhebung der bis dato verbotenen Verwendung von Mehl- und Getreideprodukten in Tierfutter zu verdanken ist.

Wieso nun frägt sich eigentlich niemand was unsere Hunde davor gefuttert haben und wie zum Teufel sie es bis dahin geschafft haben ohne Industriefutter nicht auszusterben?

Überlasst also die Gesundheit eurer Hunde nicht der Industrie.