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Kann Hundefutter und Katzenfutter krank machen?

Kann Hundefutter und Katzenfutter krank machen?

Der Zusammenhang zwischen Verhaltensauffälligkeiten und falsch ernährten Hunden

Wie wir Menschen leiden auch unsere Haustiere immer mehr an sogenannten Zivilisationskrankheiten deren Ursachen in direktem Zusammenhang mit der Ernährung bzw. mit dem Hundefutter und Katzenfutter stehen. Beschrieben wird, dass bei 70-80% aller dem Tierarzt vorgestellten Krankheitsfälle die Fütterung als direkte oder indirekte Ursache zu sehen ist. Zu nennen sind hier Allergien, Futtermittelunverträglichkeiten, Diabetes, Krebs, Arthrose etc. die allesamt mit einem geschwächten Abwehrsystem einhergehen. Auch erreichen Leber und Niere aufgrund eines oft zu hohen Anteils an Getreide die Grenzen ihrer Belastbarkeit. Erste erkennbare Anzeichen einer Erkrankung wie rasche Ermüdung oder Mattheit, nachlassender Appetit und Gewichtsverlust, starker Durst, Hautjucken mit ständigem Kratzen, haarlose offene Hautstellen oder mattes glanzloses Fell sowie oft Durchfall und Erbrechen sollten sowohl einen Tierarztbesuch als auch eine sofortige Futterumstellung erfordern.

Mens sana in corpore sano.

Diese Redewendung wird oft missverständlich interpretiert weil eben nicht in jedem gesund erscheinendem Körper automatisch auch ein gesunder Geist zu finden. Aber doch ist es tatsächlich so, dass sich gesundheitliche Defizite auch auf die Versorgung des Körpers auswirken und langfristig durchaus zu starken körperlichen und geistigen Beeinträchtigungen führen. Was für uns Menschen gilt hat natürlich auch seine Berechtigung bei unseren Haustieren für die wir mit dem Kauf ja eine Fürsorgepflicht übernommen haben. Wir stellen an uns einerseits den Anspruch gesund essen zu müssen weil dieses ja Leib und Seele zusammenhält und füttern andererseits unsere Hunde und Katzen mit billiger, teils sehr schlechter und krank machender Fertignahrung. Niemand von uns würde doch auf die Idee kommen das Pulver aus der Tüte einer Hühnersuppe einfach so hinunter zu schlucken und mit einem 1/2 Liter lauwarmen Wasser nachzuspülen. Würden Sie glauben dass Sie gerade etwas gesundes gegessen haben nur weil auf dem Label ein auf dem Mist scharrendes Huhn abgebildet war. Bei einer Spurensuche der Verbraucherzentrale Hamburg wurden bei einem Anbieter von Hühnerfertigsuppe sage und schreibe ganze 0,023g (0,1%) Hühnerfleisch gefunden. Es liegt an Ihnen daraus einen Rückschluss auf den Inhalt der im Handel erhältlichen Fertigfutter für Hunde und Katzen zu ziehen und dann auch noch zu glauben was das Etikett verspricht. Man mag sich darüber streiten ob es einer artgerechten Fütterung entspricht, wenn wir unsere Haustiere mit fertig vorbereitetem Alleinfutter versorgen nur um deren Nahrungsbedarf zu decken oder ob die Fütterung mehr sein soll als das bloße Zuteilen einer Futterration. Gerade bei unseren Hunden sollte bei der Fütterung berücksichtigt werden dass ein großes Bedürfnis nach Beschäftigung mit dem Futter besteht.

 Unser Hund ist, was er frisst!

Würden Sie auf die Idee kommen dass auch das Verhalten unseres Vierbeiners direkt in Zusammenhang mit der Fütterung stehen kann und nicht immer nur in einer schlechten Erziehung zu suchen ist?

Es kann festgestellt werden, dass eine Ernährung mit ungenügend oder falsch zusammengestelltem Futter den Stoffwechsel des Gehirns schwer beeinträchtigen kann. Kranke Hunde, meisten noch durch Schmerz geplagt, werden wenig soziale Kooperation zeigen wollen und mitunter auch aggressiv auf Annäherung oder Berührung reagieren. Auch eine oft gesehene Verhaltensauffälligkeit ist die Aufmerksamkeitsstörung, bei Menschen ADHS genannt, über die vom Besitzer relativ oft hinweggeschaut und durch falsches Spielverhalten auch noch gefördert wird. Das alte Sprichwort „Ich glaube Dich sticht der Hafer“ kommt ja nicht von ungefähr. Wenn der Mais das Eiweiß im Futter liefert sinkt wegen des geringen Anteils an Tryptophan der Serotoninspiegel im Gehirn. Ein Mangel an Serotonin, bekannt als Glücksbotenstoff, bedingt mittelbar die Entstehung von Aggressionen, Hyperaktivität und Angst. Alles direkte Auslöser von Lernhemmungen und asozialem Verhalten.

 Was sollen Sie nun Ihren Hund oder Ihre Katze füttern?

Ich möchte mich outen. Ich barfe. Mein Hund bekommt kein Trockenfutter. Alternativ ab und zu mal ein gutes Nassfertigfutter wenn ich zeitmäßig arg eingeschränkt bin. Für den der es nicht weiß. BARF kommt aus dem amerikanischen Sprachgebrauch und steht für „Bones And Raw Foods“. Also für Knochen und rohes Futter. Im deutschen Sprachgebrauch haben wir uns dafür „Biologisch und artgerechtes Rohfutter“ zurecht gebastelt. Beide Bezeichnungen stehen jedoch für den Wunsch unsere Tiere gesund und bedarfsgerecht, also artgerecht zu ernähren. Tatsächlich kann man damit, sofern man etwas davon versteht, wirklich positive Effekte erzielen.

Die Entscheidung, ob Sie jetzt Ihrem Hund oder Ihre Katze fertiges Trocken- oder Nassfutter geben oder ihn mit selbst zusammengestellten Rationen beglücken kann Ihnen leider niemand abnehmen.

In erster Linie sollte Ihr Tier artgerecht und gesund gefüttert werden können. Ihm ist nicht damit geholfen dass die Rationen einfach ad lipidum (nach Gutdünken) zusammengestellt werden. Ich weiß dass die Inhaltsangaben diverser Fertigfutter nicht verbraucherfreundlich, die Inhalte oft verschleiert deklariert und die Futterrationen sehr grob und meistens zu hoch angesetzt sind. Die Anzahl adipöser Hunde macht dies deutlich. Ein seriöser Hersteller gibt in seiner Deklaration auch immer den Nähwert in kJ oder in kcal an. So kann auch der Laie die Nährwerte mit der zu gebenden Menge einzelner Marken vergleichen.

Allein am Preis kann man gutes Futter leider nicht von schlechtem unterscheiden. Es lässt sich nur grob sagen dass billig meistens schlecht aber teures nicht immer gut ist.

Lassen Sie sich deshalb von mir beraten damit wir gemeinsam das beste Futter für Ihren Liebling finden.